Jetzt heißt es Daumen drücken!

Es ist soweit – das neue LEADER-Konzept 2014-2020, die sogenannte „Lokale Entwicklungsstrategie“ (LES), für die Gemeinden im Westallgäu und am Bayerischen Bodensee liegt vor. Die LES wurde dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten am 25. November 2014 vom Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Regionalentwicklung Westallgäu- Bayerischer Bodensee, Landrat Elmar Stegmann, offiziell übergeben.

Damit schließt die LAG ein abwechslungsreiches und arbeitsintensives Jahr mit breiter Bürgerbeteiligung zur Vorbereitung der LEADER-Förderperiode 2014-2020 ab. „Nun heißt es abwarten und Daumen drücken, dass wir vom Landwirtschaftsministerium den Zuschlag erhalten“, berichtet die Geschäftsführerin der wbf mbH, Mariam Issaoui.

Denn die Gemeinden rund um den Lindauer Bodensee und aus dem Westallgäu müssen sich mit ihrem 300 Seiten starken Werk einem bayernweiten Auswahlwettbewerb stellen. Erwartet werden laut Angaben vom Landwirtschaftsministerium rund 68 Regionen, die ebenfalls um die Anerkennung als LEADER-Aktionsgruppe und damit um 1,4 Millionen Euro Fördergelder buhlen. Die Summe an Fördermitteln wird den auserwählten Regionen in den Jahren von 2014 bis 2020 zur Verfügung stehen. „Ich bin mir sicher, dass wir mit unserem Konzept überzeugen. Besonders beeindruckt hatte mich das große Interesse und Engagement der vielen Menschen, die sich bei zahlreichen Veranstaltungen in die Erarbeitung unserer Lokalen Entwicklungsstrategie eingebracht haben. Herzlichen Dank nochmals für die großartige Beteiligung“, so Landrat Elmar Stegmann.

Agabe LES

Über die Abgabe der Lokalen Entwicklungsstrategie freuen sich v. l.: Ethelbert Babl (AELF Kempten), Dr. Alois Kling (AELF Kempten), Carolin Mathes (wbf mbH), Mariam Issaoui (wbf mbH), Landrat Elmar Stegmann, BM Martin Beckel, BM Markus Eugler (Foto: wbf mbH)

Zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern und Bürgermeistern Martin Beckel (Oberstaufen), Markus Eugler (Grünenbach), Thomas Kleinschmidt (Wasserburg), Ulrich Pfanner (Scheidegg) und Christian Ruh (Bodolz) erwartet der LAG-Vorsitzende die Auswahlentscheidung des Landwirtschaftsministerium gegen Februar bzw. März 2015. „Wir gehen davon aus, dass bei einem positiven Bescheid zeitnah erste Fördergelder für unsere geplanten Vorhaben beantragt werden können.“

Als Strategiepapier der Regionalentwicklung fasst die LES 2014-2020 die Stärken, Potenziale und Chancen aber auch die Schwächen, Risiken und Bedarfe der Region Westallgäu-Bayerischer Bodensee mit seinen 21 Gebietskörperschaften in vier Entwicklungszielen zusammen: In gemeinsamer Verantwortung mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wird es darum gehen, die natürlichen Ressourcen dauerhaft zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Außerdem soll das touristische Profil geschärft und als wichtiges Standbein der Region fortentwickelt werden. Des Weiteren sollen die so wichtigen daseins- und gesundheitsvorsorgenden Angebote auch für künftige Generationen erhalten werden. Zu guter Letzt ist es der LAG ein Anliegen, die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu sichern und innovative Konzepte zu erproben.

Hinter bis dato zehn Jahren Regionalentwicklung im Westallgäu und am Bayerischen Bodensee – federführend geleitet vom Verein Regionalentwicklung Westallgäu- Bayerischer Bodensee e.V. mit seinen 165 Mitgliedern sowie der Westallgäu- Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft mbH (wbf mbH) als LAG-Management – stecken mehr als 100 Projekte und rund acht Millionen Euro Fördergelder. Projektbeispiele sind unter anderem die Kulturfabrik in Lindenberg, das Bürgerbegegnungshaus in Wasserburg, das Jugendprojekt „Hand in Hand“ in Bodolz oder die „Offene Werkstatt“ in Lindau.

Mehr Informationen über LEADER, die LES 2014-2020 und die bisherigen Projekte finden sich auf der Internetseite der LAG unter www.wbf-mbh.de. Die 300 Seiten starke LES 2014-2020 kann auf Anfrage per CD versendet werden. Bitte wenden Sie sich hierzu per Email an info@wbf-mbh.de oder telefonisch unter 08381-8916484 an die wbf mbH in der Bahnhofstraße 8 in 88161 Lindenberg.