Einladung zum LEADER-Zukunftsforum in Hergensweiler

Unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ laden der Landrat und die Bürgermeister des Landkreises Lindau sowie der Bürgermeister des Markts Oberstaufen (Oberallgäu) alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum „LEADER-Zukunftsforum“ ein, bei dem es um die künftige Entwicklung der Region geht. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 07. Mai 2014, in der Leiblachhalle in Hergensweiler statt. Beginn ist um 19:00 Uhr, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Hintergrund des Zukunftsforums ist die laufende Bewerbung des Vereins Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee e.V. um LEADER-Fördermittel aus dem Topf der Europäischen Union. „Mit den Fördermitteln wollen wir die Stärken unserer Heimat ausbauen und unterschiedlichste Projekte auf den Weg bringen, die der Bevölkerung zugute kommen“, fasst Bürgermeister Zeh, Vorsitzender des Vereins, die Idee der Veranstaltung zusammen. „Wir sind bereits seit zehn Jahren für unsere Region aktiv und konnten dank LEADER die Bereiche Landwirtschaft, Tourismus, Soziales und die lokale Versorgungsstruktur mit gezielten Maßnahmen unterstützen.“

Hinter zehn Jahren Regionalentwicklung im Westallgäu und am Bayerischen Bodensee stecken mehr als 100 Projekte und rund acht Millionen Euro Fördergelder, die unter anderem in Großprojekten wie der Huterlebniswelt in Lindenberg oder dem Bürgerbegegnungshaus in Wasserburg stecken. Auch das Jugendprojekt „Hand in Hand“ in Bodolz oder die „Offene Werkstatt“ in Lindau sind Beispiele der bisherigen Vereinsarbeit.

Zukunftswerkstatt

Teilnehmer bei einer LEADER-Zukunftswerkstatt in Lindenberg (Quelle: wbf mbH)

Damit wieder LEADER-Fördermittel in die Region fließen können, muss sich der Verein beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ende 2014 mit einem Konzept bewerben, das konkrete Zielsetzungen für die Entwicklung der Region Westallgäu-Bayerischer Bodensee in den Jahren 2014 bis 2020 enthält. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in unsere Planungen einbeziehen, damit wir nicht an den tatsächlichen Bedarfen vorbeiplanen. Immerhin finanzieren wir uns als Verein auch durch die Mitgliedsbeiträge der Kommunen“, so Landrat Stegmann, Mitglied des Vereinsvorstandes. „Vor diesem Hintergrund ist es uns ein Anliegen, die Wünsche, Ideen und Vorschläge der Kommunen und ihrer Bürger in unser Konzept aufzunehmen.“

LEADER, könnte man meinen, ist gleichbedeutend mit dem englischen Begriff für „Anführer“ oder „Leiter“. Tatsächlich handelt es sich dabei um die französische Abkürzung für „Liaisons Entre les Actions de Développement de l’ Economie Rurale“, was soviel bedeutet wie „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der Ländlichen Wirtschaft“. LEADER wird im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) umgesetzt und ist ein in methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten.

Konkret geht es dabei um Projekte, die aus der Mitte der Bürgerschaft heraus erwachsen und auch von Bürgern umgesetzt werden. Dabei erfolgt die Auswahl der umzusetzenden Projekte den Vorgaben des Leitbilds der Region Westallgäu-Bayerischer Bodensee, das derzeit von allen Interessierten erarbeitet wird. „Ein solches Leitbild besteht aus maximal sechs Handlungsfeldern, darunter beispielsweise die Landwirtschaft oder der Tourismus, und folgt pro Handlungsfeld unterschiedlichen Zielsetzungen“, so Mariam Issaoui, Geschäftsführerin der Westallgäu-Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft mbH (wbf mbH). „Auf die Bereitschaft, unsere Heimat aktiv mitzugestalten, setzen wir und hoffen auf eine rege Teilnahme am Zukunftsforum.“

Zukunftswerkstatt

Teilnehmer bei einer LEADER-Zukunftswerkstatt in Lindenberg (Quelle: wbf mbH)

Aus organisatorischen Gründen bittet die wbf mbH, sich bis zum 30. April 2014 per Email (info@wbf-mbh.de) oder Telefon (08381-89164-84) anzumelden. Alternativ steht auf der Internetseite der wbf mbH (www.wbf-mbh.de) ein Anmeldeformular zum Herunterladen bereit.

Die Veranstaltung selbst ist kostenlos und steht jedem Bürger offen.